Wichtige Fragen im Zusammenhang mit einem Unfall!

Wer kommt für den Schaden eigentlich auf, der durch den Unfall passiert ist?

Grundsätzlich kommt der Schädiger für den durch den Verkehrsunfall entstandenen Schaden auf. Das bedeutet, dass der Geschädigte seinen Schadensersatzanspruch aus Gefährdungshaftung (§ 7 StVG) oder Verschuldenshaftung (§ 823 BGB) gegen den Schädiger durchsetzen muss.

Aufgrund des Umstandes, dass grundsätzlich jeder am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmende Pkw über eine Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung verfügen muss, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, sich direkt an die hinter dem Schädiger stehende Versicherung zu wenden. Dies erleichtert es, an sein Geld zu kommen. Andernfalls müssten Sie an die Privatperson herantreten und das könnte schwierig werden.

Somit kann der Geschädigte seine Schadensersatzansprüche direkt bei der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallgegners anmelden.

Muss der Schaden auch meiner Versicherung gemeldet werden?

Ja – sicherheitshalber auch dann, wenn Sie den Unfall nicht mitverursacht haben Sie haben unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern, den Schadensfall auch Ihrer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung zu melden.

Melden Sie den Schadensfall nicht und bekommt Ihre Haftpflichtversicherung erst durch den Unfallgegner Kenntnis vom Verkehrsunfall, kann diese zuweilen für Ihren Versicherungsschutz negative Auswirkungen haben. Das ist ein Fehler, den es zu vermeiden gilt.

Wer bezahlt meinen Anwalt?

Die Anwaltskosten werden zum Schaden dazugezählt, so dass diese grundsätzlich von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners gezahlt werden müssen. In der Regel werden Sie hierüber auch direkt von Ihrem Anwalt unterrichtet.

Soll ich immer ein Gutachten einholen oder reicht ein Kostenvoranschlag auch aus?

Als Geschädigter eines Verkehrsunfalles müssen Sie den Schaden gering halten; dies wird auch als der Schadenminderungspflicht bezeichnet. Der Schaden darf nicht unnötigerweise aufgebläht und vergrößert werden. Vielmehr haben Sie als Geschädigter eines Verkehrsunfalles die Pflicht, die finanziellen Auswirkungen aus dem Unfall nicht ausufern zu lassen.

Aus diesem Grund sollten Sie bereits bei der Bezifferung des Schadens an Ihrem Fahrschulauto vorsichtig sein; ist der Schaden an Ihrem Fahrzeug augenscheinlich nicht so groß, reichen für die Bezifferung des Schadens ein Kostenvoranschlag und aussagekräftige Fotos aus. Sprechen Sie hierzu jedoch bereits im Vorfeld diesen Punkt mit Ihrem Rechtsanwalt ab. Dadurch kann die Gefahr gemindert werden, dass Sie am Ende auf Kosten sitzenbleiben.

Sie haben noch weitere Fragen – oder Sie haben einen Unfall und wollen sich von einem Anwalt vertreten lassen? Dann melden Sie sich bei uns, Herr Rechtsanwalt Lustenberger hilft Ihnen gerne.