Fahranfänger: Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen

Alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss sich hinter das Steuer eines Kraftfahrzeuges zu setzen, ist grundsätzlich keine gute Idee – egal ob Fahranfäger oder langjähriger Autofahrer. Es dürfte jedem Verkehrsteilnehmer klar sein, dass die Gefahr einen Unfall zu verursachen ungleich größer ist. Allgemeine Informationen über die Gefahren von Alkohol am Steuer können Sie beispielsweise unter www.kenn-dein-limit.info finden.

Für Fahranfänger, sofern diese noch in der zweijährigen Probezeit sind, und für alle jungen Fahrer vor Vollendung des 21. Lebensjahres gilt eine 0,00 Promille-Grenze. Dies ist in § 24c StVG genau geregelt. Daher gilt also ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger.

Nach § 24a Abs. 2 StVG handelt ein Fahranfänger auch ordnungswidrig, wenn er unter der Wirkung eines berauschenden Mittels ein Auto im Straßenverkehr bewegt hat. Hierzu reicht es aus, dass eine verbotene Substanz im Blut nachgewiesen wird. Einen gesetzlich festgesetzten Grenzwert gibt es nicht! Unter berauschende Mittel fallen bspw. Cannabis, Heroin, Morphin, Kokain, Amphetamin usw.

Fahranfäger Alkohlverbot Führen eines Kraftfahrzeuges

Die rechtlichen Folgen eines Verstoßes für Fahranfänger

Verstößt ein Fahranfänger gegen § 24c StVG (= 0,00 Promille Grenze für Fahranfänger), das heißt, fährt er mit einem Kraftfahrzeug im Straßenverkehr, obwohl er unter der Wirkung eines alkoholischen Getränkes steht, erhält er eine saftige Geldbuße. Laut Bußgeldkatalog drohen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 250,00 €, ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Darüber hinaus wird die Probezeit verlängert und ein spezielles Aufbauseminar ist abzulegen. Die genaue Höhe der Geldbuße hängt natürlich von mehreren Faktoren ab, wobei nicht nur der tatsächliche Promillewert entscheidend ist. Ist ein Fahranfänger unter dem Einfluss von Drogen gefahren, dann hat er mit einer höheren Geldbuße zu rechnen. Auch hier hängt die tatsächliche Höhe des Bußgeldes von unterschiedlichen Faktoren ab.

Unter Umständen wird das Fehlverhalten im Straßenverkehr auch strafrechtlich verfolgt (§§ 316 StGB, 315c StGB), so dass die Folgen weitaus schlimmer sein können.

Wurden Sie alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen am Steuer eines Kraftfahrzeuges erwischt, haben Sie mit weitreichenden Konsequenzen zu rechnen. Unter Umständen wird sogar strafrechtlich gegen Sie ermittelt, so dass die rechtlichen Folgen noch viel weitreichender sein können. Anwaltliche Vertretung ist daher aufgrund der möglicherweise zu erwartenden rechtlichen Folgen unbedingt zu empfehlen.

 Wir klären Fragen mit hochgestreckten Daumen nicht nur für Fahranfänger