Anhörungsbogen

Anhörungsbogen in Hannover

Es passiert schnell: Sie sind zu schnell gefahren, bei „rot“ über die Ampel oder haben mit dem Handy am Steuer telefoniert. Es droht somit unter Umständen ein saftiges Bußgeld. Bevor Sie jedoch einen Bußgeldbescheid bekommen, wird Ihnen in der Regel ein sog. Anhörungsbogen zugeschickt. In diesem können Sie meist auf einen Blick erkennen, was Ihnen denn überhaupt vorgeworfen wird. Ebenfalls ist zu entnehmen, welche Beweismittel vorhanden sind und was denn überhaupt passiert ist.

Mit dem Anhörungsbogen wird dem Betroffenen im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens die Möglichkeit gegeben, sich bereits vor Erlass eines Bußgeldbescheides zur Sache zu äußern. Ob dies jedoch sinnvoll ist oder nicht, lässt sich nicht generell sagen. Es empfiehlt sich, immer den Einzelfall genau anzuschauen.

 

Informationen eines Anhörungsbogens

Wie bereits aufgeführt, enthält der Anhörungsbogen grundsätzlich sämtliche wichtigen Informationen, so dass Sie die Ihnen zur Last gelegte Ordnungswidrigkeit nachvollziehen können. Es ist nicht nur das Datum, die Uhrzeit und der Ort der Ordnungswidrigkeit aufgeführt, sondern natürlich auch mit welchem Kraftfahrzeug diese begangen wurde und bspw. wie schnell Sie gefahren sind. Ebenfalls werden bereits im Anhörungsbogen die Beweismittel aufgeführt, die der Bußgeldbehörde vorliegen.

 

Pflichten im Rahmen des Anhörungsbogens

Häufig wird die Frage gestellt, was der Betroffene denn überhaupt mit diesem Anhörungsbogen anstellen muss. Betrachtet man den Anhörungsbogen etwas genauer, so kann man erkennen, dass die Behörde Ihnen einmal die Möglichkeit gibt, Angaben zur Person und zum anderen Angaben zum Hergang zu machen.

Hierbei sei jedoch gesagt, dass Sie nur verpflichtet sind, Angaben zur Person zu machen, sofern diese abweichend sind von den bereits vorliegenden Angaben zur Person. Sind die auf dem Anhörungsbogen aufgeführten Angaben zu Ihrer Person also falsch, müssen Sie diese korrigieren. Angaben zur Sache sind freiwillig. Sollten Sie sich jedoch gegen den drohenden Bußgeldbescheid wehren wollen, empfiehlt es sich, erstmal in die Ermittlungsakte zu schauen, bevor Sie sich äußern. Einen Antrag auf Ermittlungsakteneinsicht müssen Sie über einen Rechtsanwalt stellen, da dies als Privatperson nicht möglich ist.

 

Bitte beachten Sie, dass erst der Bußgeldbescheid die abschließende Entscheidung der Behörde darstellt. Gegen den Bußgeldbescheid können Sie selbstverständlich Einspruch einlegen, um die zu erwartenden Folgen abzuwehren. Sofern Ihrerseits noch Rückfragen bestehen, können Sie sich selbstverständlich jederzeit mit Herrn Rechtsanwalt Lustenberger in seiner Anwaltskanzlei in Hannover in Verbindung setzen.