Alkohl am Steuer = blöde Idee!

Selbstverständlich muss gleich am Anfang festgehalten werden, dass Alkoholkonsum und das Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr überhaupt nicht zusammenpassen. Die Kombination von Alkohl und „Auto-Fahren“ passt nicht und wir alle wissen, dass Alkohol am Steuer nichts zu suchen hat. Wer sich alkoholisiert hinter das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Landläufig ist bekannt, dass das Führen eines Kraftfahrzeuges unter Alkoholeinfluss nicht nur erhebliche Schwierigkeiten nach sich ziehen kann, sondern vielmehr eine konkrete Gefahr für den Straßenverkehr herbeigerufen wird.

Mit den unten aufgeführten fünf Aussagen zum Thema Alkohol am Steuer wird zum einen mit möglichen rechtlichen Unklarheiten in Bezug auf Alkohol am Steuer aufgeräumt und zum anderen auf Besonderheiten speziell hingewiesen.

„Top – 5“ – Aussagen zum Thema Alkohol am Steuer

  • Erst ab 0,5 Promille habe ich ein Problem!

Das ist so nicht richtig.

Die Probleme können schon bei einem niedrigeren Wert anfangen. Bereits ab einem BAK Wert von 0,3 Promille im Zusammenspiel mit Ausfallerscheinungen befindet man sich im Zustand der sog. relativen Fahruntüchtigkeit.

  • Und selbst wenn, es ist ja nur eine Ordnungswidrigkeit!

Auch das ist nicht ganz richtig. Der Gesetzgeber führt zwar in § 24a Abs. 1 StVG an, dass derjenige ordnungswidrig handelt, der im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt.

Es gibt jedoch auch Straftatbestände, für deren Verwirklichung bereits die oben erwähnte relative Fahruntüchtigkeit ausreicht (bspw. § 316 StGB Trunkenheit im Verkehr).

  • Mehr als ein Bußgeld kommt nicht auf mich zu!

Falsch! Wird die Alkoholfahrt als Ordnungswidrigkeit geahndet, dann haben Sie aufgrund des aktuellen Bußgeldkataloges neben einer Geldbuße von mind. 500,00 EUR mit einem Fahrverbot von 1 Monate sowie mit 2 Punkten in Flensburg zu rechnen.

Haben Sie jedoch den Straftatbestand des § 316 StGB Trunkenheit im Verkehr erfüllt, dann haben Sie mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe zu rechnen. Darüber hinaus wird Ihnen gem. § 69 StGB die Fahrerlaubnis entzogen.

  • MPU – ist doch kein Problem!

Ob diese Zuversicht hilfreich ist, ist fraglich. Wenn dem so wäre, gäbe es wohl kaum so viele MPU Berater.

  • Die Versicherung wird schon zahlen, wenn ich betrunken einen Verkehrsunfall verursacht habe.

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalles kann sich direkt an die Kfz-Haftpflicht Versicherung wenden und von dieser die Regulierung des Schadens verlangen. Diese wird den Schaden auch zunächst regulierten.

Da jedoch das Fahren unter Alkoholeinfluss eine sog. Obliegenheitsverletzung (=Vereinbarung zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer) darstellt, wird die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung den Schaden jedoch beim Fahrer entsprechend regressieren.

Kurz gesagt: Die Versicherung holt sich beim Fahrer das Geld zurück!